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Das Ende ist nah...

Montag 24.12.2007, Massen an Menschen rennen panisch in die Kaufhäuser um die letzten Geschenke im rasenden Tempo zu ergattern. Mit flüchtiger Liebe suchen sie das bestmöglichste Geschenk aus. Die Verkäuferin packt es liebevoll in der Hektik der herandrängenden Massen ein. Schlangen winden sich an den Kassen. Eine EC- Karte nach der anderen findet den Weg in den Schlund des Kartenlesers.

Verzehrte Lächeln drängeln sich durch die Gänge zum Parkhaus, Motoren starten und ein Hupkonzert läutet den Auftakt des heiligen Abends ein.

Der beissende Abgas verdrängt den süssen Zimtgeruch der selbstgebackenen Plätzchen. In jedem Auto ruht das letzte fehlende Geschenk, welche mit hektischer Ruhe und denkender Liebe erwählt wurde.

Auch dieses findet seinen Platz unter dem übertrieben geschmückten Weihnachtsbaum. Geschenke häufen sich darunter und bereits jetzt blicken gierige Augen dorthin.

Im kleinen Familienkreis truddeln die ersten Verwandten ein, welche seit Monaten nichts von sich hören liessen.

Ein besonnenes Lächeln liegt auf den Lippen und eifrig wird der fertige Braten auf dem reichverzierten und gedeckten Tisch platziert. Was für eine Wohltat für den Gaumen der Weihnachtlichen Geschmäcker.

Komplimente, Geschichten und erdachtes Geschwätz fliesst über den Tisch und bahnt sich seinen Weg in die Ohren. Freundliche Glückseeligkeit wird aus den Poren gedrückt, wahre Worte feierlich geschluckt.

Gier strahlt aus den Augen, doch wird besinnlich weiter geredet, diskutiert und gescherzt. 

Doch die Schlacht wird beginnen. Geschenke gehäutet, beliebäugelt und mit dankenden Worten, doch innerer Gram entgegen genommen.

Der in Massen verschlungene Wein und das aufwühlende Gelächter über banale Anekdoten vergangener Erlebnisse machen den Abend zu einem Paradebeispiel der Menschlichkeit in der heutigen Zeit.

Wohl denen, die mit Liebe die Geschenke erdacht, diese selbst in eine Hülle von Liebe steckten. Worte Wahrheit sprechen wenn sie über die Lippen fliessen und der wohlige Geruch des Bratens ihnen in die Nase steigt.

Wohl denen, die mit glänzenden Augen kleine Geschenke dankend entgegennehmen.

Wohl denen, die den Sinn dieses Festes noch verstanden haben.

 

Heimweh glänzt in meinen Augen, weit weg ist meine Familie. Mein Herz ist aufgewühlt. Nur noch ein Tag, dann kommt sie, dann kommt meine kleine Schwester. Oh ich liebe sie so, vermisse sie so sehr.

Wir sind immer eins, egal wie weit entfernt wir von einander sind. 

 

 

26.12.07 12:00
 


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