___LoSt In A FrEeZiNg HeLl
Gedanken

Der Tote

Ich sah es dort am Wegesrand,
ein Wesen dass ich nicht gekannt.
Das Leben ward ihm ausgehaucht.
Der Rest der Menschlichkeit verbraucht.

Was liess ihn von der Erde gehn?
Habt ihr sein Ende denn gesehn?
Habt den Menschen nicht gekannt
und seid still vorbei gerannt.

Wer wird ihm endlich Frieden geben?
Wer gibt ihm denn den letzten Segen?
Habt den Menschen nicht gekannt,
und seid still vorbei gerannt.

Ich sah es doch in diesem Land,
ein Steinhügel am Wegesrand.
Die Erde scheint noch frisch zu sein.
Das Skelett ist endlich rein.

Geritzt in einem flachen Stein,
Ist die Ruhe endlich sein.
Kelemvor hält hier jetzt wacht.
Ob sein Herz denn endlich lacht?

Doch,
Wer hat den Frieden ihm gegeben?
Wer gab ihm denn den letzten Segen?
Hat den Menschen nicht gekannt,
und ist nicht vorbei gerannt.

Ein Fremder starb am Wegesrand,
Ein Fremder gab ihm seine Hand.
Das Leid an diesem Orte weg,
ein Held mit Herz am richt`gen Fleck.

(c) Valandrya

17.12.07 21:14


Gedanken fliegen wild in meinem Haupt umher, zerren an meinen Nerven und wecken Erinnerungen, welche sich nie der Verdrängung hingaben.

Doch finden sie den Weg, blitzen auf wie kleine Stromschläge in meinem Kopf und vernebeln meine Sicht. Wie ein Schleier legt sich mein Leben vor meine Augen und lässt mich erblinden für den Moment.

Ich summe in Gedanken ein Lied, tief windet es sich durch alle meine Glieder und lässt mich zusammenzucken.

Erinnerst du dich noch? Die Nacht war erhellt von den Sternen, die in diesem Augenblick nur für uns leuchteten. Wir lagen nebeneinander im warmen Bett, eng aneinander gekuschelt, keine Macht dieser Welt hätte uns trennen können. Ich zählte bis 40 und streichelte deinen Unterarm. Dann zähltest du bist 40 und streicheltes meinen Arm. So schliefen wir doch oft ein oder? Unser Herz schlug zu jener Zeit im selben Takt. Wir waren so jung und die Unschuld eines Kindes war schon längst aus unseren ängstlichen Augen gewischen. Erinnerst du dich noch grosse Schwester? Die blauen Flecke überdeckten wir mit unserem Zusammenhalt. Doch heute hast du dies verdrängt. Deine Augen haben sich von meinen entfernt. Die Spuren im Sand trennten sich und alleine gingen wir unseren Weg, grösser wurden wir. Verdrängten das Geschehene. Erinnerst du dich?

Nein, du erinnerst dich nicht. Du gibst nicht preis was doch in dir ist. Ich erinnere mich. Wir waren einst eins. Wir gingen stets hand in hand. Jeder Schlag, jeder Schmerz war unser. Doch jetzt lässt du mich mit meinem Schmerz allein, denn ich erinnere mich.

Du hast heute eine Familie, du scheinst glücklich zu sein? Wieso solltest du nicht weiter verdrängen...Einsam stehe ich da, sehe wie du lächelnd vorüberläufst. Doch schmerzt es in dir nicht mehr? Du hast es verdrängt um glücklich zu sein. Bist du glücklich? Du sagst es war doch nie so schlimm. Für mich schon. Du glaubst mir kein Wort, wenn ich dir sage, was noch geschah, wenn du nicht da warst. Du gehst vorüber, doch spricht Bitterkeit aus allen deinen Zügen. Jetzt bin ich weit fort von dir, so wie unsere Herzen sich trennten. Ich hoffe irgendwann kreuzen sich unsere Wege wieder und dann wirst du vielleicht mein kleines Lied erhören, welches aus einer Zeit singt, die du schon längst verdrängt hast...

17.12.07 21:09


Ein kleines Lied

Der Klang

 

Ich sucht auf meinen Wegen,
den Klang der einen Welt,
er soll dies Land umgeben
sodass mein Herz erhellt.

Ich sass still in den Sanden,
der weiten schönen See,
und hoffte er wird stranden,
den Klang den ich anfleh.

Das Meer gibt leise wieder,
was Sehnsucht in sich birgt,
doch sind es andre Lieder,
kein Klang der auf mich wirkt.

Ich singe meine Lieder,
ich sing um frei zu sein.
Doch hör ich tief im Herzen,
den einen Laut leis' schrein'.

Ich machte keine Halde,
drang tief ins Dickicht vor.
Und lauschte wohl im Walde,
Doch kein Klang drang empor.

Der Wald gibt leise wieder,
die Ruhe aus ihm singt.
Doch sind es andre Lieder.
Kein Klang der in mich dringt.

Ich singe meine Lieder,
ich sing um frei zu sein,
doch sehnen sich die Worte,
im Singen da zu sein.

In Dörfer sucht ich weiter.
und lauschte jedem Wort.
Mal Traurig und auch Heiter,
erklang nichts an diesem Ort.

Die Dörfer geben wieder,
das Leben sich dort regt.
Doch sind es andre Lieder.
Kein Klang der mich bewegt.

Ich singe meine Lieder
ich sing um frei zu sein.
Doch suche ich vergebens,
der Klang der noch nicht mein.

Vom Trübsal ich umgeben,
der Sang der mich umwirbt
Und fleh ich auf den Wegen.
Der Klang der langsam stirbt.

Und leis wollt er verstummen,
der Laut der mich betört.
Doch sah ich in der Ferne,
ein Blick der mich erhört.

Die Augen geben wieder,
aus ihnen Liebe dringt.
Ich höre diese Lieder.
Der Laut sich in mir ringt.

Und suchend nach den Klängen,
die ich doch singen will.
Verstummte meine Kehle,

und lächelte nur still.

Ich singe meine Lieder
ich sing um frei zu sein.
Doch findet dieser Laut
im Herzen nur dar sein.



(c) Valandrya

17.12.07 20:45


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